Städtisches Gymnasium Ahlen

Schule im Herzen der Stadt

SV unterstützt AI Briefmarathon

 

Briefmarathon 2018 -

Bericht der Amnesty International Gruppe Ahlen, nachzulesen auf ihrer Homepage: AMNESTY AHLEN

Jedes Jahr findet rund um den „Tag der Menschenrechte“ der Amnesty-Briefmarathon statt, denn ein Brief kann Leben retten. Jedes Jahr fordern Hunderttausende Menschen weltweit anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte am 10. Dezember Regierungen auf, gewaltlosepolitische Gefangene freizulassen und Unrecht zu beenden. Außerdem schicken sie Solidaritätsnachrichten an Menschen, deren Rechte verletzt werden. Der gemeinsame Einsatz ist häufig erfolgreich: Zu Unrecht inhaftierte Menschen werden freigelassen, diskriminierende Gesetzestexte geändert und politische Aktivistinnen und Aktivisten in ihrer Arbeit unterstützt und gestärkt. Das gemeinsame Briefeschreiben zeigt die Kraft der Amnesty-Bewegung: An wenigen Tagen konzentrieren sich Menschen auf der ganzen Welt auf das Schicksal Einzelner. Die unzähligen Briefe zeigen den Betroffenen und ihren Familien, dass sie nicht allein sind. Und sie machen Regierungen Druck: Einen einzelnen Brief können die Behörden ungelesen wegwerfen, aber Tausende von Schreiben, die auf die Einhaltung der Menschenrechte pochen, lassen sich nicht ignorieren!

Wie jedes Jahr waren wir auch im Jahr 2018 wieder mit einem Stand am Städtischen Gymnasium Ahlen aktiv. Dort haben wir gemeinsam mit den Schülern fleißig Unterschriften. Vitalina Koval aus der Ukraine engagiert sich für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans- und Intergeschlechtlichen. Bei einer friedlichen Demonstration ist sie von Rechtsextremen angegriffen und verletzt worden. Atena Daemi aus dem Iran fordert die Abschaffung der Todesstrafe im Iran. Ihre Haltung hat sie mit friedlichen Mitteln in den sozialen Medien und bei einer Demonstration vertreten. Dafür ist sie zu sieben Jahren Haft verurteilt worden.

Dank der regen Beteiligung konnten am Ende der Aktion 47 Briefe in die Ukraine, 56 Briefe in den Iran und weitere 11 Briefe für Geraldine Chacon nach Venezuela versandt werden.


Briefmarathon 2017

Wie in den vergangenen Jahren boten Vertreter der SV am Städtischen Gymnasium Ahlen in Zusammenarbeit mit der Ahlener Amnesty-Gruppe den Schülern und Schülerinnen des Gymnasiums die Möglichkeit, sich per Brief für verfolgte Menschenrechtler einzusetzen. Der Stand am 6. Dezember in der Pausenhalle wurde gut frequentiert. Die SV-Schüler, besonders Max Licht aus der Q2, selbst Amnesty- Mitglied, und Adelgunde Tacken von der Amnesty-Gruppe Ahlen erklärten den interessierten Schülern und Schülerinnen die Fälle. So kamen für die chinesische Rechtsanwältin Ni Yulan, die sich in ihrer Heimat für die Rechte von Zwangsvertriebenen einsetzt und nun selbst von der Staatsmacht bedroht ist, 54 Petitionsbriefe zusammen. Für den Umweltschützer Clovis Razafimalala in Madagaskar gab es bis zum Mittag 50 Briefe. Auch Lehrer und Lehrerinnen unterstützten die Aktion. Der SV-Schüler KaanTüney aus der Q1 kümmerte sich um den Versand der Briefe an das Amnesty-Sekretariat im Berlin, von wo aus die Briefe nach China und Madagaskar weitergeleitet werden. 

Von dem vorletzten Briefmarathon gibt es Erfreuliches von den Fällen, für die sich die Schüler/innen eingesetzt hatten, zu berichten: die beiden jungen Männer Fred Bauma und Yves Makwambala, die mehr Demokratie in ihrem Heimatland DR Kongo gefordert hatten, sind nach mehr als einem Jahr Haft im August 2016 frei. Weltweit hatten sich mehr als 170.000 Menschen für sie eingesetzt. Sie bedankten sich bei Amnesty mit den Worten: "Jeder Brief, jeder Besuch und jedes Wort hat uns gestärkt und unsere Entschlossenheit in diesem langwierigen, aber wichtigen Kampf für Freiheit und Demokratie bekräftigt."

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